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Wenn sich eine Tür schliesst, so öffnet sich eine andere. Aber allzu oft, blicken wir so lange voller Bedauern auf die verschlossene Tür, dass wir die, die sich für uns geöffnet hat, gar nicht erst bemerken.
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Nr. 66 - Ausgabe Februar 2011
Salespresso®
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charater, denn er wird Dein Schicksal. Anonymus
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Obwohl - oder gerade weil auch ich in meinen Seminaren mit positiven Visualisierungen arbeite, weiss ich um die Gefahren eines fundamentalistisch positiven Denkens, welches den Menschen suggeriert, mit der richtigen Einstellung wären alle Probleme gelöst.
Mentaltraining kann auch für Verkäufer sehr hilfreich sein und bei realistischer Umsetzung, gleichzeitigem Lernen und Trainieren, beachtliche Erfolge ermöglichen. Blockaden - z.B. bei der Neukundengewinnung am Telefon - beruhen aber oft auf verinnerlichten Mustern und emotionalen Verknüpfungen mit früheren Erfahrungen und solange diese nicht ebenfalls angegangen werden, greift auch auch kein Mentaltraining.
Ende der Neunzigerjahre boomte der Markt der selbst ernannten Motivationsgurus, allen voran Jürgen Höller, der zu seinen besten Zeiten die Dortmunder Westfalenhalle mit 14'000 Teilnehmern füllen konnte. Nach eigenen Angaben machte er 20 Millionen Mark Jahresumsatz und verlangte 45'000 Mark Tagesgage. Ohne Zweifel ein begnadeter Unterhalter, der mit grösstem technischem Aufwand und lauter Musik eine perfekte Show bot, welche vor psychologischen Plattitüden triefte. Marktschreierisch und vollmundig vorgetragene Versprechen von Erfolg, Glück und Wohlstand - gekoppelt mit naivem Machbarkeitswahn - liessen gestandene Manager zu klatschenden und johlenden Kindergartenschülern regredieren.
Als ausgebildeter Mentaltrainer wollte ich ein solches Spektakel persönlich erleben. Die besuchte Veranstaltung hatte eher mit faschistoider Massenhysterie als mit Mentaltraining zu tun. Dazu kam, dass diese kurzfristig grandios verdienenden Rattenfänger trotz dem enormen Zulauf an hörigen Jüngern leider keine Ahnung von Mentaltraining hatten - verwendeten sie doch in ihren lautstark vorgetragenen Leitsätzen dauernd Verneinungen, z.B. "Ich habe keine Angst, ich gebe niemals auf", wo doch jeder Anfänger im Mentaltraining weiss, dass das Unterbewusstsein mit Verneinungen nicht umgehen kann.
Positives Denken als Glücksbringer? Für viele Menschen, die diesen tingelnden Drittklassegurus auf den Leim gehen und gingen, besteht die Gefahr massiver Denk- und Wahrnehmungsdefizite. Sie blenden das Negative, die Wut, den Zweifel, das Traurige und das Unabänderliche, die Hilflosigkeit in ihrem Leben aus. Klappt es nicht mit dem positiven Denken, fühlen sie sich noch mehr als Versager. Sie vergessen, dass unsere Gedanken nur ein Teil unserer verhaltensmodifizierenden Faktoren sind. Dem Positiven Denken muss positives Handeln folgen, sonst ändert sich rein gar nichts.
Ist es ein Zufall, dass gerade die einfach gestrickten Mentaltrainings, welche übrigens verdächtig oft vorwiegend den materiellen Erfolg propagieren, den grössten Zulauf haben? Je simpler die Botschaft und je kleiner der zu leistende Aufwand, desto grösser die Euphorie und desto attraktiver der Fluchtweg aus den irrationalen Ängsten und Wünschen.
Ein bisschen positives Denken statt Disziplin, Anstrengung und Selbstkritik. Dem Positiven Denken muss - auch im Verkauf - positives Handeln folgen! Und vielleicht zeigt dann diese sogar auf, dass Zufriedenheit im Beruf nichts mit Daueraufgestelltsein zu tun hat und dass Erfolg nur im Bejahen der Polaritäten des Lebens entstehen und bestehen kann.
P.S.: Der "Motivationspapst" Höller (Bild-Zeitung) ist nach seinem Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen längst zurück. "Nun beweisen die Forscher weltweit wissenschaftlich das, was Jürgen Höller und andere Weisheitslehrer (Lese ich richtig? Anm. Verfasser) schon seit Jahrzehnten vermitteln" verkündet er gewohnt marktschreierisch auf seiner Website. Da ist jeder weitere Kommentar überflüssig.
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Unser Leben ist durchdrungen von einer inneren Ordnung. Diese gehorchen den uralten Gesetzen des Lebens. Universalgelehrte jeder Zeitepoche haben sie beschrieben. Wir Menschen haben dafür weder Beweise, Formeln oder gar Messmethoden. Das spricht keinesfalls gegen die Gesetze des Lebens, sondern vielmehr für unsere Beschränktheit. Berufskollegen von mir, die regelmässig von "neuen, selbst entdeckten Erfolgsgesetzen" berichten, und die nichts anderes tun, als sich bei den uralten Gesetzen des Lebens zu bedienen, kommen mir vor wie ein Unternehmen, das vorgibt, Antiquitäten herzustellen!
In dieser und den nächsten 8 Ausgaben des SALESPRESSO begegnen Sie jeweils einem der Gesetze des Lebens. Wenn Sie sich gedanklich mit ihnen auseinandersetzen, werden wertvolle Erkenntnisse nicht ausbleiben.
Jede bildhafte Vorstellung, die uns erfüllt, hat das Bestreben, sich zu verwirklichen. Wenn Glaube und Wille dabei gegeneinander stehen, siegt immer der Glaube. Das Bild ist die Sprache des Unterbewusstseins und der Seele. Die inneren Bilder bestimmen den grössten Teil unseres Lebens. Dazu brauchen wir Einbildungskraft, um die bildhafte Vorstellung des erwünschten Endzustandes zu schaffen und Vorstellungskraft, um uns das Bild vor Augen zu führen. Je klarer das Bild, um so leichter kann sich Energie zur Verwirklichung darin sammeln. Je länger und je öfter ich das Bild auf der geistigen Leinwand festhalte, desto länger fliesst Energie. Wichtig ist auch die Identifikation mit dem erwünschten Endzustand. Was höre ich, was sehe ich, wie fühle ich mich und wie verhalte ich mich dann? Der erwünschte Endzustand sollte sehr präzise formuliert werden, denn wir bekommen nicht, was wir haben wollen, sondern was wir bestellen!
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Mit den besten Wünschen für viele gute Aufträge
Ihr

Hans Peter Frei
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