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Nr. 157 - Ausgabe September 2018

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Hans Peter Frei

 

Die geniale Erfindung, die keiner wollte!

Neue Produkte und Dienstleistungen bilden die Voraussetzung für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Tatsächlich erreicht die überwältigende Mehrheit innovativer Lösungen nie die Marktreife. Bei Investitionsgütern sind Flop-Raten bis 75 Prozent, bei Konsumgütern gar bis 90 Prozent an der Tagesordnung.

Weshalb scheitern Innovationen in so grosser Zahl? Dieser Frage bin ich nachgegangen.
 
Nicht selten kommen Innovationen über Umwege in die Welt. Manchmal entstehen sie sogar unverhofft. Die Geschichte der Forschung ist voll von Zufällen und Fehlern, ohne die unsere Welt heutzutage weniger bunt, gesund und annehmlich wäre.
 
Henry Ford, Präsident der Ford Motor Company (1945-1960) bemerkte einst: „Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man ein Vermögen." Wie Recht er doch hatte: 90 Prozent aller Innovationen, die auf den Markt kommen, sind Verbesserungen bestehender Produkte oder Dienstleistungen. Nur gerade 10 Prozent sind so genannte radikale Innovationen.
 
Welches sind die Bedingungen für eine erfolgreiche Innovation? Die Analyse erfolgreicher Innovationen zeigt, dass im Wesentlichen sechs Faktoren für den Erfolg von Innovationen ausschlaggebend sind.
 
1. Übereinstimmung mit den Kundenanforderungen
Innovationen sind umso erfolgreicher, je besser sie die Anforderungen und Wünsche der Zielkunden erfüllen und sie von denselben angenommen werden. Doch wie gelingt das konkret?
 
Seien Sie neugierig! Wenn Sie es verlernt haben sollten, dann orientieren Sie sich am besten an Kindern. Was tun Kinder, wenn sie etwas unbedingt haben wollen? Sie nerven. Kinder können tausend Fragen stellen. Und wenn Sie glauben, dass sie endlich alle durchhaben, dann kommen die nächsten Tausend. Sie können Erwachsene an den Rand der Verzweiflung bringen. Kinder nutzen ihre Neugier, um zu lernen. Ist Ihnen je aufgefallen, dass Erwachsene Ameisen zertrampeln, während Kinder sie studieren? Die kindliche Neugier hilft ihnen, etwas zu bekommen, etwas zu lernen und zu wachsen.
 
Fragen Sie ständig alle alles. Kunden. Lieferanten. Wettbewerber. Freunde. Kinder. Kollegen. Externe Blickwinkel bieten meist die Lösung eines Problems. Fragen Sie ihre Kunden nach ihren Sorgen und Wünschen, aber fragen Sie sie bitte nicht, welche Produkte oder Dienstleistungen sie wollen. Sie wissen es nämlich nicht. Augen und Ohren auf und den Spürsinn anknipsen: Wer über gute Quellen verfügt, ist schon nahe dran an einer Innovation.
 
2. Marktwachstum
Nicht in jedem Markt besteht dieselbe Chance, mit Innovationen Erfolg zu haben. Von besonderer Relevanz ist die Wachstumsrate des Marktes. Höhere Wachstumsraten führen zu einer deutlichen Erhöhung der Wahrscheinlichkeit, einen ansprechenden Marktanteil zu erzielen. Konkrete Zahlen sind nur schwer zu beziffern, da sich diese von Markt zu Markt stark unterscheiden.  Ein ansprechender Marktanteil wird erst dann erreicht, wenn man sich hohe Ziele setzt. Nur wer wirklich stark gefordert wird, schöpft das volle kreative Potenzial aus.
 
Wir sind der festen Überzeugung, dass nur derjenige, der seine Ziele hoch genug steckt, über das Mittelmass hinausragen wird. Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter fordern! Damit diese – bildlich gesprochen – auf den Zehenspitzen stehen, um die Ziele zu erreichen.  - Guy Laliberté, Gründer des Cirque du Soleil
 
3. Übereinstimmung mit den eigenen Stärken
Es ist wesentlich vorteilhafter, wenn Innovation nicht gleich Diversifikation bedeutet. Das Neue gestaltet sich ohnehin schwierig genug. Man muss es nicht noch in einem Bereich ausprobieren, von dem man wenig oder nichts versteht. Ein Unternehmen innoviert bevorzugt in Bereichen, in denen es sich auskennt. Die Erfolgswahrscheinlichkeit bei der Diversifikation ist rund fünf Mal geringer als in bekannten Märkten und/oder Technologien.
 
4. Systematischer Innovationsprozess
Der Prozess des Innovierens sollte systematisch gestaltet und verankert werden, um den Strom an neuen Ideen langfristig aufrecht zu erhalten. „Innovationen so im Vorbeigehen“ führen nicht zum Erfolg. Ein richtig konzipierter Innovationsprozess verhindert, dass Ideen mit viel Geld und Aufwand weiterentwickelt werden, die sich später als Fehlschlag entpuppen.

Spielerisch Ideen zu generieren macht Spass. Doch aus den Ideen Innovationen zu entwickeln, ist in erster Linie eines: harte Arbeit. Es gibt in diesem Kontext eine Charaktereigenschaft, welche dabei enorm hilfreich ist: Disziplin! Sie bildet die Brücke zwischen Gedanken und Vollendung, zwischen Inspiration und Errungenschaft, zwischen Notwendigkeit und Produktivität. Alle Erfolge liegen, bildlich gesprochen, stromaufwärts. Sie zu erreichen, bedeutet reissende Strömungen und Hindernisse mit der Macht des Glaubens und der Begeisterung zu überwinden.
 
Es gibt wohl kaum etwas auf dieser Welt, das einen grösseren Zauber entfaltet, als die Begeisterung. Dermassen begeistert sein, dass man es hasst, aufzuhören und ins Bett zu gehen. Am anderen Morgen kann man es kaum erwarten wieder aufzustehen. Man könnte vor Begeisterung explodieren. Wie kann man dieser ungeheuren Macht widerstehen? Manchmal begegne ich Menschen, die sagen: „Schön und gut, ich bin doch wohl schon etwas zu alt für solche Spielereien.“ Ist das nicht zu bedauern? Es ist zum Heulen! Wenn ein Mensch zu alt ist, um sich für eine Herzensangelegenheit zu begeistern, dann ist er wirklich alt!
 
5. Top Management Unterstützung
Innovationsleistungen ohne klare Zuweisung der Verantwortung durch das Top Management führen selten zum Erfolg. Dieses muss die Standards setzen und sicherstellen, dass die gesamte Organisation Innovationen gegenüber aufgeschlossen ist und bleibt. Nicht das krampfhafte Festhalten an Bestehendem, sondern Neues muss für die Mitarbeiter attraktiv und lohnend sein.
 
6. Vermeidung unnötiger Risiken
Innovationen sind von Natur aus riskant. Die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns ist gross. Riskante Vorhaben erfordern genauso wie beim Bergsteigen nicht nur Risikobereitschaft und Mut, sondern vor allem bessere und sorgfältigere Vorbereitung. Wer es nicht schon getan hat, sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass Fehler per se schlecht sind. Ausnahmen bestätigen die Regel. Belohnen Sie Risiko, statt Fehlversuche zu bestrafen. Nur wer es wagt, auf das Tor zu schiessen, hat die Chance zu gewinnen.


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